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Dienstag, 20.09.2005 Unser heutiges Tagesziel ist das Bernabe de la Bat Rest Camp am Fuße des Waterbergplateaus. Hier hat am Anfang des letzten Jahrhunderts die entscheidende Schlacht zwischen der Deutschen Südwest Schutztruppe und den Hereros stattgefunden. Aber bevor wir dort sind besuchen wir in Okahandja das Cafe Dekker, eine deutsche Bäckerei. Natürlich kauften wir frische Brötchen und dunkles Brot ein, tranken Kaffee und aßen ein Stück Kuchen. Nachdem wir uns gestärkt hatten gings weiter. Gegen 14.00 Uhr checkten wir auf dem Platz ein. Wir belegten einen schönen Standplatz unter einem hohen Baum der uns viel Schatten gab, denn es war mal wieder ganz schön heiß. Nach dem wir uns “häuslich” eingerichtet hatten, wanderten wir zum nahegelegen deutschen Soldatenfriedhof , auf dem die Gefallenen der Entscheidungsschlacht zwischen den Hereros und der Schutztruppe liegen. Am Abend wieder Briefing wie jeden Tag, anschließend beobachten wir die um uns herumrennenden Streifenhörnchen. Diesen putzigen und überaus neugierigen “Viecherln” kann man stundenlang zusehen.
Mittwoch, 21.09.2005 Heute gehts nach Tsumeb und zwar in den Tsumeb Municipaly Caravan Park. Nach genau 270 km haben wir den Park erreicht und suchen uns ein schattiges Plätzchen zum abstellen unserer Fahrzeuge. Nachdem wir unseren Kaffee getrunken hatten, verpackten wir alle Klamotten in Plastikbeutel. Warum - eigentlich ganz einfach wenn man es weiß - um unsere Sachen vor eindringenden Staub zu schützen. Das der Staub durch alle Ritzen dringt und sich überall verteilt mußten wir schon erfahren. Hatten wir doch schon einige km auf Schotter- bzw. Staubpisten zurück gelegt. An Nachmittag besuchten wir das naheliegende Tsumeb Cultural Village - so eine Art von namibischen Freilichtmuseum - in dem die unterschiedlichsten Kraals der Völker Namibias aufgebaut sind oder noch aufgebaut werden. Abends, nachdem Briefing geht bzw. fährt die ganze Truppe zum Dinner ins Minenhotel. Übrigens, dass Dinner wurde von Seabridge-Tours bezahlt, ausgenommen waren nur die Getränke. Ach ja, neben uns stand ein junges Ehepaar aus der Nähe von Bonn. Die waren schon einige Monate mit ihrem Fahrzeug unterwegs und sie hatten vor noch weitere Wochen unterwegs zu sein. Sie sind auf dem Landweg nach Afrika gekommen. Gestartet waren sie im Januar 05.
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Donnerstag, 22.09.2005 Da es gestern etwas spät geworden ist und wir heute keine besonders lange Strecke vor uns haben, lassen wir es mal wieder langsam angehen. Nachdem Frühstück gehen wir erst unsere Lebensmittelvorräte auffüllen - natürlich im ortsansässigen Spar-Markt und anschließend tanken wir die Fahrzeuge auf. Übrigens Dieselpreise zum träumen, 43 - 48 Eurocent/ltr und das auf unserer gesamten Tour. Nach dem Tanken machen wir uns auf dem Weg zu unseren heutigen Ziel, dem Etosha Nationalpark. Aber, ich muss wohl doch zu wenig geschlafen haben, verfahren wir uns zuerst. Wir irren im Ort herum und nachdem wir endlich eine Ausfallstraße erwischt haben fahren wir auch noch in die entgegengesetzte Richtung. Glücklicherweise komme ich aber nach ungefähr 3 km dahinter und drehe um. Ossi der immer hinter uns fährt ist dabei auch keine große Hilfe, er verläßt sich ganz auf uns. Na ja, wir habens frühgenug gemerkt und zurück geht`s. Jetzt sind wir auf dem “rechten Weg”. Ungefähr 18 km nördl. von Tsumeb kommen wir zum Lake Otjikoto. Das ist ein See, besser gesagt ein riesiges und tiefes Wasserloch indem die deutsche Südwest Schutztruppe ihre Waffen versenkt hat. Was alles versenkt wurde steht auf der Hinweistafel. Das andere Bild zeigt den See. Nach einem Aufenthalt von etwa einer Stunde fahren wir weiter zum Namutoni Camp im Etosha NP. Hier checken wir ein und suchen uns wie immer einen schattigen Platz unter einem großen Baum. Meine Frau geht zum Pool und ich mache die Klimaanlage, die diesmal einwandfrei funktioniert, an und lege mich auf`s Ohr musste einfach sein. Nach dem Briefing essen wir zu Abend und anschliessend sassen wir zusammen und plauderten über die vergangenen Tage. Dabei schlichen ein paar Schakale um uns herum und suchten etwas zum fressen.
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Freitag, 23.09.2005 Heute bleiben wir im Etoscha NP, wir wechseln nur die Stellung - militärisch ausgedrückt - und zwar vom Namutoni- zum Okaukuejo Camp. Zunächst aber einige Hintergrundinformationen zu Etosvha NP: Wir befinden uns in Namibia. Der EtoschaNP erstreckt sich über ein Gebiet von 22912 qkm. “Etoscha” bedeutet “Großer Weisser Platz”. Der Park wurde im Jahre 1907 gegründet und die damalige Fläche betrug plus/minus 80.000 qkm. Im Laufe der folgenden Jahre wurde der Park aber mehrmals verkleinert, bis er zuletzt seine heutige Größe errreichte. Warum “Etoscha” “Großer weisser Platz” bedeutet kann man gut an den unteren Bildern erkennen. Ein Teil des NP ist die sogenannte Etoschapfanne. Sie ist 4731 qkm groß und ist 110 km lang. An ihrer breitesten Stelle ist sie 60 km breit. Die Pfanne ist meistens trocken, außer wenn nach schweren Regenfällen die Ekuma- und Oshigamboflüsse im Norden überflutet sind. Wie wir im EtoschaNP waren, war die Pfanne sehr trocken und fast alle für uns erreichbaren, natürlichen Wasserlöcher ausgetrocknet. Trotzdem haben wir sehr viele Tiere gesehen, Löwen, Elefanten, Zebras, Antilopen der verschiedensten Art, Giraffen usw. Denn es gab ja einige künstliche Wasserlöcher zu denen die Tiere ja gezwungenermaßen nun hin mußten. Weil die Vegetation im NP nicht gerade berauschend dicht und grün war, war es doch ein relativ anstrengendes Fahren, bedingt durch den hellen Boden, durch die trockene heiße Luft und manchmal sehr dichter Staubbildung, wenn uns ein Auto entgegen kam. Nicht zuvergessen die nicht unbedingt unseren Feldwegenorm entsprechende Strassenqualität. Gegen 16.00 Uhr checken wir dann auf dem Campingplatz ein. Kein berauschender Platz, alles nur Sand und von Schatten keine Spur. Wir stellen deshalb unsere Fz so hin das sie soviel Schatten wie nur möglich spenden und die Eingangstüröffnung nicht zur Sonne zeigt. Die Klimaanlage können wir nicht einschalten da die Stromanschlüsse mal wieder sehr schwach abgesichert sind, d.h. das beim einschalten der Klimaanlage die Sicherung an der Stromsteckdose rausfliegt. Aber nach ca. 2 1/2 Stunden geht die Sonne langsam unter und es wird angenehm kühl. Deshalb schlafen wir die Nacht auch ganz gut
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Samstag, 24.09.2005 Entgegen unseres Tourbooks und der dortigen Vorgabe nach Khorixas zu fahren, fahren wir direkt nach Omaruru. Das sind gerade mal 35 km mehr, als die Strecke nach Khorixas. Der Grund ist eigentlich ganz einfach. Mehr als 120 km müßten wir am nächsten Tag doppelt fahren und das auf einer reinen Schotterstraße. Wir fahren also durch und übernachten im Omaruru Rest Camp, einen Sandplatz direkt am Ortseingang von Omaruru, auf der linken Seite. Es gibt hohe schatten spendende Bäumen und jeder Stellplatz hat ein grünes Rasenquadrat mit Steintisch und Holzbänken. Ausserdem bekommt jeder von uns einen Schlüssel für die separate Dusche mit Toilette, die zu jedem Stellplatz gehört. Hier machen wir es uns bequem und entspannen uns später bei einem Schluck Wein in der Freiluftbar. Gegen 17.00 Uhr kommt sogar noch ein weiteres Fz von unserer Gruppe. Die hatten den gleichen Gedanken wie wir. Unterwegs, auf den Weg nach Omaruru, machten wir für eine Stunde Halt in Outjo und tranken in einer deutschen Bäckerei Kaffee und kauften uns echte deutsche Vollkornbrötchen und ein Vollkornbrot.
Sonntag, 25.09.2005 Ein neuer Tag, ein neuer Campground. Heute blieben wir in Omaruru, wir wechselten aber den Platz. Dazu benötigten wir nicht länger als 15 Min. Unser neuer Stellplatz ist der Parkplatz der Kristall Kellerei, einem kleinem Weingut mitten in Namibia. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch am “Franke Turm” vorbei. Dieser Turm wurde im Gedenken an Victor Franke, ua. Kommandeur der kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Sdwestafrika, gebaut. Ca. 1 km nach dem Turm befindet sich das Weingut. Platz aussuchen ist diesmal nicht drin, wir parken unsere Fz einfach um einen kleinen überdachten “Freisitz” an dessen 4 Ecken jeweils 2 Steckdosen für Strom angebracht sind. So gegen 16.00 Uhr führt uns der Inhaber (ein deutschstämmiger Weißer) der Farm und Winzerei über Teile seines Geländes und erklärt uns warum und was er angebaut hat. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen, dann machen wir eine kleine Weinprobe und später gibt es ein rustikales namibisches Abendessen in der sehr schönen rustikalen Gaststube der Winzerei. Später probieren wir den Wein dann weiter und lassen einen sehr interessanten Tag langsam ausklingen.
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Montag, 26.09.2005 Heute geht`s weiter und zwar über den Trans Kalahari Highway, nach Swakopmund. Nach endlos langen 240 km, unendlich langweiliger Strecke und km-langen Geraden mit links und rechts nichts anderem als hellem Sand, erreichen wir gegen 14.00 Uhr Swakopmund. Wir benötigten deshalb so lange, weil wir uns in Usakos den alten Bahnhof anschauen um etwas Abwechslung in die langweilige Fahrt zu bekommen. Das Swakopmund Municipal Rest Camp, unser Standplatz für die nächsten 3 Nächte ist schnell gefunden. Vorher aber machen wir einen kurzen Halt am Atlantik und lassen unsere Augen, die in der letzten Zeit nur Sand, Sand usw. gesehen haben, das Grün der Palmen und das Blaugrün des Atlantiks geniesen. Auf dem Platz angekommen stehen wir jetzt vor einer “schweren” Entscheidung. Sollen wir uns fühlen wie Hausbesitzer oder in der Nacht frieren wie Wohnmobilnutzer?? Roswitha und ich entscheiden uns ohne langes Zögern für das schlafen in der Hütte, einfach dershalb weil es nachts sehr kalt werden wird, wir sind am Atlantik. Man merkt es schon am Wind, der von der See her weht, das es kühler ist wie im Landesinneren. Wir behielten sogar recht, wie es sich am nächsten Morgen heraus stellen sollte. Nachdem wir uns es in unserer Hütte wohnlich eingerichtet hatten und Roswitha schnell im 100 m entfernten Waschsalon unsere dreckige Wäsche abgegeben hatte zogen wir los um Swapokmund zu erkunden. Das konnten wir gut “per pedes”, da der Platz fast in der Stadt gelegen war. Zur Stadtmitte ca. 500 m. Zuerst wollten wir mal wieder gepflegt Kaffee trinken und gingen in`s Cafe Anton, daß uns empfohlen worden war. Wir also quer durch die Stadt und nach ca. 1,5 km Fußweg waren wir auch schon da. Gut fand ich die schöne Terrasse mit Sicht auf den Leuchtturm und den schönen großen Palmen. Das war es aber dann auch schon.Aber jeder Swakopmundbesucher muss einfach einmal im Cafe Anton gewesen sein, so einfach ist das. Mehr dazu gibt es eigentlich nicht zu sagen. Anschließend bummeln wir über den Craft-Market unterhalb des Cafes und durch die Stadt mit ihren sehr schönen Geschäften. Da wir heute auch noch “Briefing” mit Kurt unserem Reiseleiter hatten, machten wir uns gegen 17.30 Uhr auf den Weg ins Camp. Während des “Briefings” haben wir Hunger bekommen und gingen deshalb anschließend in ein ca. 300 m entfernt liegendes Restaurant. Das haben wir wirklich nicht bereut, deshalb gingen wir auch an jedem der drei Abende dort essen, einmal des Essens wegen, zum anderen wegen den wirklich aufmerksamen und immer zu Späßen aufgelegten Kellnern. Das nach Hause laufen war dann immer das Anstrengenste.
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Dienstag, 27.09.2005 Nach dem Frühstück brechen wir zum Kreuzkap (Cape Cross) auf. Wir fahren mit nur einem Fahrzeug, der Umwelt zu liebe. Sind gerade mal ca. 140 km bis zum Kap. Die Fahrbahn der Strasse manchmal hart und glatt wie eine Asphaltdecke, dann wieder die reinste Sandpiste oder einfach eine “Gravelroad”. Cape Cross ist eine Landspitze in Namibia und zugleich auch eines der größten und vor allem für Besucher zugänglichen Versammlungsgebiet des Südafrikanischen Seebaeren - einer Ohrenrobbenart. Nach ca. 1 3/4 Stunden Fahrt durch endloser Wüste erreichen wir das Tor zum Naturpark Cape Cross. Wie immer wird am Eingang Eintritt verlangt. Nachdem wir unseren “Opulus” entrichtet hatten fuhren wir weiter zur Seebärenkolonie, die wir nach ca. 4km Fahrt dann auch erreichten. Wer hätte das gedacht, ein Betrieb wie in “München auf dem Stachus”. Mit so vielen Leuten zu dieser frühen Stunde hat von uns keiner gerechnet. Mehr Menschen als Robben, die ein Geschrei vollführten wie eine Herde von mehren hundert Schafen. Nach ausgiebigen gucken und fotografieren fahren wir wieder zurück nach Swapokmund. Unterwegs fällt uns an der Tankanzeige auf das der Tank des Fahrzeuges immer leerer wird und keine Tankstelle weit und breit. Mit dem letzten Tropfen Diesel erreichen wir die Stadt und tanken an der ersten Tankstelle an der wir vorbei kommen. 79 Liter haben wir getankt, 80 Liter faßt der Tank. Glück gehabt und ab zum Campground. Hier angekommen duschen wir uns und nach einer kleiner Kaffeepause gehts zum Bummeln in die Stadt und abends wieder zum Essen.
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Mittwoch, 28.09.2005
Heute gibt es wieder 2 frische Brötchen pro Person, abzuholen ab 07.15 Uhr am Fahrzeug von Kurt unserem RL, der diesen Brötchenservice auch organisiert hat. Nach dem Frühstück findet ein kleiner Geburtstagsumtrunk statt, Barbara hat heute Geburtstag. Gegen 10.00 Uhr fahren wir Richtung Walvis Bay, Ausgangs- resp. Endpunkt des Trans Kalahari Highway von Walvis Bay bis Maputo (Mocambique). Das Stück Trans Kalahari Highway von Swakopmund nach Walvis Bay ist wahrscheinlich der attraktivste Teil zwischen Atlantik und Indischen Ozean.Nach ca. 15 km verlassen wir den Highway und mieten uns alle ein Quadbike bei “Dare Devil Adventure”. Nach einer 5 minütigen Einweisung, wir haben auch Leute dabei die noch nie ein Quad “gesehen” haben, geht es unter fachkundiger Führung auf eine ca. 1 stündige Fahrt durch die Dünen. Vorher wurden aber 2 Gruppen gebildet, eine Gruppe nur Ladys, die andere Gruppe nur Gents. Das war aber keineswegs eine Bewertung des fahrtechnischen Könnens der Einzelnen. Auf jedem Fall hat es unheimlich Spass gemacht. Auch Kurt hat zur allgemeinen Auflockerung seinen Teil dazu beigetragen, als er sich auf einer Dünenkuppe seit- und abwärts überschlug und er auf halber Höhe des Dünenabhangs zum liegen kam und sein Fahrzeug am Fuß der Düne. Passiert ist nichts, vielleicht wollte er uns nur einen “Stunt” vorführen. Leider erhielten wir von ihm darüber keine Antwort. Am Nachmittag haben sich dann einige von uns unter der Führung von ANDY BAUER in die Namib fahren lassen und zwar mit zwei von Andys umgebauten alten HymerWoMo`s. Genauer gesagt fuhren wir in die Mondlandschaft und dort in das Swakoptal einem Trockenfluss (Rivier). Mit unseren Fahrzeugen hätten wir uns dort sofort festgefahren im Sand. Mal von den mächtigen Felsformationen abgesehen, waren für uns am interessantesten die Pflanzen, die von den Einheimischen “N`Tumbo” genannt werden. Diese Pflanzen wuchsen ursprünglich nur in Namibia und können 1000 Jahre und mehr alt werden. Wir kennen sie unter dem Namen “Welwitschia” . Gegen 18.00 Uhr waren wir wieder im Camp. Fix und fertig zwar, aber zum duschen und anschließenden Stadtgang konnten wir uns noch aufraffen
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Donnerstag, 29.09.05
Nochmals frische Brötchen zum Frühstück, dann geht`s weiter. Um 08.30 Uhr verlassen wir den Platz in Swakopmund, fahren kurz in die Stadt um einige Kleinigkeiten einzukaufen und machen uns auf zu unserem heutigen Tagesziel dem Solitaire Rest Camp, dass wir nach rd. 300 km erreichen sollen. Wir fahren zum Trans Kalahari Highway und dann nach Walvis Bay. Hier machen wir eine kleine Stadtrundfahrt, die nach einer Viertelstunde erledigt ist. Sehr schönes kleines Städtchen. Jetzt aber geht es ein paar km zurück, dann biegen wir auf die C 14 ab in den Namib Naukluft Park. Die Teerstraße endet hier und geht über in eine “Gravelroad”. Wir ziehen eine beeindruckende Staubfahne hinter uns her. Die geringsten Schüttelbewegungen auf der gerippten Fahrbahn zeigen sich bei einem Tempo von knapp 80 km/h, ein guter Schnitt, wenn wir es durchhalten können. Die Landschaft wie immer in der Wüste, links und rechts nur Sand. Wenig Gegenverkehr und wenn mal ein Fahrzeug entgegenkommt, sieht man zuerst eine Staubfahne in weiter Entfernung in der Luft, dann kommt lange nichts und dann endlich das die Staubfahne verursachende Fz. Wir fahren über den Kuisib und Gaub Pass, die Strasse ist auf diesem Stück ganz schön rauh, aber auch eine herrliche Panoramastraße. Endlich gibt es auch fürs Auge einiges zum sehen. So gegen 14.00 Uhr erreichen wir das Camp mitten in der Wüste. 1 Hotel mit einem sehr schönen Pool, 1 Tankstelle, ein kleiner Shop und der Campground. Das ist es schon. Wir suchen uns einen Platz unter dem einzigen schattenspendenden Baum, schliessen unser Fz an und gehen zum Pool. Das Wasser im Pool ist sehr angenehm, wir drehen einige Runden und legen uns dann auf den herrlichen englischen Rasen der Rasenfläche. Das alles in der Wüste. Kurt kommt gegen 16.00 Uhr an und spendiert umgehend eine Runde des berühmten “Solitaire Apfelstrudels” für alle. Nach dem Briefing geht es weiter, unser RL lädt alle zu einem Fisch-Braai ein. Er hat zum grillen von Swakopmund einen schwarzen Plastiksack voll Fische mitgebracht. Wie das geht in der Hitze? Viel Eis in den Sack und dann die Fische rein. Verschiedene Frauen unser Gruppe machen auf die Schnelle einige Salate und schon konnte das “Festessen” beginnen.Teller, Besteck und die Getränke mussten wir selber mitbringen. Es war und da waren sich alle einig, ein lustiger Abend und geschmeckt hat es auch jeden.
Freitag, 30.09.05
Heute stehen wir etwas später auf. Nach dem Frühstück gibt es mal wieder einen kleinen Umtrunk, es wurde wieder auf jemanden angestoßen der seinen Geburtstag feierte. Anschließend fuhren wir gemütlich los. Bis zum nächsten sandigen Campingplatz in der Namib. Unser heutiges Ziel, das Sesriem Rest Camp war erfreulicherweise nur 90 km entfernt. Der Platz, nur Sand und Sonne. Alle schattigen Stellen waren reserviert. Es war Freitag und das Wochenende stand an, d. h. alle Namibier, die einen halbwegs fahrbaren Untersatz hatten waren auf dem Weg zum Sesriem Rest Camp. Gegen Abend haben wir dann erfahren was das heißt - “HalliGalli” in der schärfsten Form. Aber ein einziger großer Baum war noch frei und unter diesem standen wir zum Schluß mit vier Fahrzeugen. Wir hatten Glück das rund um den Baum der Boden relativ hart war und nicht einer von uns stecken blieb im Sand. Einigen ist dies passiert, ein Fz musste sogar mit dem Traktor herausgezogen werden.
Samstag, 01.10.05
Ich glaube die ersten von uns sind heute schon gegen 05.30 Uhr losgefahren. Sie wollen unbedingt die touristische Attraktion “Düne 45” erklimmen und dann weiter ins Sossusvlei, einer von Dünen umgebenen Salz-Ton Pfanne in der Namib. Die “Düne 45” ist eine Sanddüne ca. 15 km vor und auf dem Weg zum Sossusvlei auf der 95% der Touristen wie die Ameisen nach oben krabbeln, natürlich kommen sie auch wieder runter. Warum nur und das bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celcius und mehr!! Wir fahren gegen 07.00 Uhr morgens los, es ist bitter kalt und der Wind ist sehr bissig. Die Strasse nach dem Sossusvlei ist miserabel und das ist die höflichste Ausdruck den ich für den Strassenzustand habe. Ungefähr 65 km bis zum Eingangsgate zum Sossusvlei sollen es sein. Schaun mer mal wie weit wir kommen. Wir lassen uns Zeit, fahren deshalb langsam, machen des Öfteren einen Fotostop nicht gerade angenehm bei dieser Kälte. Aber die Sonne scheint, man sieht es an den Bildern. Die Hälfte der Strecke fahren wir parallel zur Strasse weil diese ausgebessert wird und deshalb gesperrt ist. Bei Düne 45 angekommen staunen wir nicht schlecht, massenweise Fz jeglicher Art und Menschen über Menschen zu dieser Zeit. Was die nur alle hier wollen, natürlich nach oben. Alle springen aus ihren Fahrzeugen, schultern ihre Rucksäcke und auf geht`s zur Düne. Wir verkneifen uns diese “Massenpanik”, schauen uns nur um, setzen uns in unsere Fahrzeuge und fahren wieder zurück. Auch Sossusvlei, dass nur noch 15 km weiter ist, vergessen wir. Später haben uns welche von unserer Gruppe bestätigt das die Shuttle-Fahrzeuge diesen Morgen erst sehr spät gefahren sind da das Wetter in dieser Ecke sehr mies war. Wir machen uns also auf den Weg zu unserem heutigen Ziel dem Pappot Maltahöhe Camp in Maltahöhe. Der Weg dorthin war landschaftlich sehr abwechselungsreich, die Schotter- bzw. Sandpiste blieb. Das Camp in Maltahöhe gehörte zu einem kleinen Laden in dem man fast alles kaufen konnte. So ein richtiger uriger Krämerladen. Die Besitzer sehr freundlich und nett. Der Stellplatz so klein wie der Laden. Wir fanden aber alle Platz, zwar überhaupt kein Schatten, dafür ging aber ein kräftiger Wind da wir relativ hoch lagen. Zu Maltahöhe selbst: eine Durchgangsstrasse, wenige Häuser, eine Polizeistation und ein kleines Hotel. In diese gingen wir dann auch am Abend, die einen zum Essen, die anderen zum Trinken. Der Wirt, übrigens ein ausgewanderter Deutscher war hocherfreut über soviel Gäste. Wahrscheinlich hatte er sonst im ganzen Monat nicht soviel. Na ja, das Hotel liegt dazu auch noch etwas abseits und versteckt. Übrigens, wenn ihr mal dort vorbei kommt - es geht an der Polizeistation rechts rum bzw. links, kommt darauf an von welcher Seite ihr kommt, dann ca. 300 m geradeaus, auf der rechten Seite liegt es dann.
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Sonntag, 02.10.05
Der Wind bläst schon wieder und es ist relativ kühl. Gegen 08.30 Uhr verlassen wir den Platz und fahren zu unserem heutigen Ziel, einer Farm in der Nähe von Keetmanshop. Aber erst frieren wir ganz schön im Auto, unsere Fz-Heizung funktioniert nicht und wie schon angedeutet, es ist kalt. Die Sonne scheint aber es dürfte so um die 4 - 6 Grad haben. Was soll`s, dafür hatten wir tagelang zwischen 35 - 42 Grad. Gegen 11.00 Uhr wird es schon wieder wärmer, auch die Strasse ist seit Tagen mal wieder geteert und der Staub in der Luft ist weg. Wir fahren als erstes nach Mariental, dort tanken wir auf und kaufen ein. Ja wir haben Sonntag, die Geschäfte sind aber offen und im Spar-Markt ist ganz schön Betrieb. Nach unserem Einkauf geht`s weiter auf der gut ausgebauten B1 nach Keetmanshoop. Kurz vor Keetmanshoop war eine Polizei- und Verkehrskontrollstelle aufgebaut bei der wir mal wieder anhalten mussten. Es folgte eine kurze nette Unterhaltung mit einer der netten Polizistinnen die eigentlich schon alles von uns wusste, da vor uns schon drei Fahrzeuge unserer Gruppe passiert hatten. Wir brauchten keine Papiere vorzeigen, sie wollte sich eigentlich nur mit uns unterhalten. Nach 10 Min und dem auftauchen eines anderen Fahrzeuges konnten wir weiterfahren. Ossi, der im zweiten Fz saß wurde einfach durchgewunken. 100 m nach der Kontrolle mussten wir links abbiegen in Richtung “Köcherbaumwald” oder Kokerboomwoud. Jetzt sind wir wieder auf einer “Gravelroad”. Ossi lässt sich sofort zurückfallen da ich mit meinen Fz eine riesige Staubwolke erzeuge. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir am frühen Nachmittag die Gariganus Farm und werden sofort vom Eigner der Farm eingewiesen wie wir zum Stellplatz der Fz kommen und wann die Fütterung der Geparden stattfindet. Auf der Farm befindet sich neben dem Köcherbaumwald auch eine Station des Geparden-Aufzuchtprojektes ( cheetah project). Wir stellen uns so das wir wieder im Schatten stehen und gleich am Anfangs des Köcherbaumwaldes, den wir, nachdem es etwas kühler geworden war, erkundeten. Vorher aber wie eigentlich jeden Abend - Briefing. Im Anschluss daran wieder eine kleine Geburtstagsfeier. Ernst unser ältester Teilnehmer dieser Tour feierte heute seinen 79 ten Geburtstag. Später sitzen wir gemütlich am grossen steinernen Tisch und lassen es uns gutgehen.
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Montag, 03.10.05
Der heutige Tag beschert uns wieder eine Fahrt auf Schotterstrasse. Wir ziehen riesige Staubfahnen hinter uns her. Vorausfahrende oder entgegenkommende Fz erkennt man schon von weiten. Die Strassen sind teilweise so schlecht dass das Fz bei 40 km/h so richtig durchgeschüttelt wird und natürlich auch die Insassen. Mich wundert eigentlich das wir noch keinen Plattfuss gehabt haben und auch für die restlichen Tage keinen bekommen werden, das verrate ich schon mal. Fahren mit Abblendlicht ist Pflicht für uns, auch lassen wir etwas Luft aus den Reifen. Ist besser so, haben dann eine breitere Auflagefläche.Unser heutiges Ziel ist Ai-Ais mit einem Abstecher zum FishRiver Canyon. Die Strecke dorthin, mal abgesehen von dem vielen Staub, ist einfach herrlich. Zwar nur Wüste, dafür aber in allen Variationen. Bevor wir uns aber wirklich dorthin auf den Weg machen besuchen wir noch “Giants Playground”, einem Felsenlabyrinth das aussieht als hätte ein Riese mit Felsbrocken gespielt. Ca. 25 km vor unserem ersten Ziel kommen wir an einem einsamen Rasthaus, dem Road House, vorbei und machen natürlich Rast. Gegen 10.00 Uhr sind wir dort, gerade die richtige Zeit für ein bis zwei Tassen Kaffee und einem herrlichen Stück Apfelstrudel mit Vanilleeis. Wer hätte gedacht das es so etwas in so einer Einöde gibt. Nach unserem zweiten Frühstück geht`s weiter und zwar auf einem Stück Strasse das ich mit der Note 10- bewerten muss, auf einer Skala von 1-10 und meinem schlimmsten Feind nicht wünsche das er jemals das Stück befahren muss. Wir werden aber entschädigt mit einer phänomenalen Aussicht auf den Fish River Canyon. Vergleichbar etwa mit dem Grand Canyon. Ca. 5 km müssen wir die miserable Strasse zurück fahren bis wir wieder auf eine bessere Strasse kommen, die uns nach Ai-Ais führt. Diese Strecke ist Natur pur. In Ai-Ais angekommen gehen wir erst in den Pool und gegen 19.00 Uhr finden sich alle zu einem kleinen Grillabend ein. Langsam wird es kalt und so um 23.00 Uhr rum legen wir uns schlafen. Morgen verlassen wir Namibia und kommen wieder nach ZA.
Dienstag, 04.10.05
Gegen 08.00 Uhr und strahlendem Sonnenschein brechen wir auf. Wir wollen die morgentliche Kühle ausnützen. Denn heute fahren wir nochmals ca. 80 km durch eine wüstenähnliche Landschaft und die Strasse (C10) eine Sandpiste (re. im Bild). Nach diesen 80 Kilometern geht es aber vorwärts. Wir waren zusammen mit Ossi ganz alleine auf dieser Strasse unterwegs, wir wurden von keinem Fz überholt und entgegen gekommen ist uns auch kein Fz. Da kommt beim autofahren Freude auf. Nach ca. 70 min. verlassen wir die Sandpisten endgültig und biegen auf eine geteerte Fernstrasse (B1) ein. Nach ca, 5 km verändert sich auf einmal das Landschaftsbild, schlagartig wird es grün und große Obstplantagen tauchen links und rechts der Strasse auf. Wir nähern uns der Grenze nach ZA. Der Grenzort heisst Nordoewer. An der Grenze geht alles zügig voran, sei es auf namibischer und/oder auf südafrikanischer Seite. Nirgendwo dauerte es länger als 10 Minuten und wir sind wieder in ZA. Gegen 14.00 Uhr haben wir Springbok erreicht und besichtigen, bevor wir zum Campground fahren, das kleine Städtchen. Viel gibt es nicht zum sehen deshalb fahren wir zum Platz. Endlich wieder Rasen und kein Sand im abendlichen Essen. Am Himmel ziehen wieder Wolken vorbei und ein kalter Wind weht kräftig. Dieser wird immer stärker und kälter. Gegen 19.00 Uhr ist es so kalt, fast wie bei uns im Winter, das sich alle in ihre Fahrzeuge verziehen. Gegen 20.00 Uhr verkriechen wir uns unter die Bettdecke, es ist bitterkalt.
Mittwoch, 05.10.05
In dieser Nacht haben wir nicht schlecht gefroren und sind daher auch sehr früh auf den Beinen. Es war und ist immer noch bitterkalt. Wir ziehen uns deshalb dick an. In weiser Voraussicht haben wir je einen dicken Pullover mitgenommen der uns jetzt ganz gut tut. Kurz vor 08.00 Uhr morgens fahren wir los in der Hoffnung das es bald wärmer wird. Unterwegs staunen darüber das sich auf einigen kleinen Wasserflächen eine dünne Eisschicht gebildet hat. Ich halte extra an um selbst zu prüfen ob es sich auch tatsächlich um Eis handelt. So gegen 10.00 Uhr wird es endlich wärmer und wir tauen auch wieder auf, unsere Pullover können wir auch ausziehen. Die Gegend durch die wir fahren ist einfach herrlich. Eine Landschaft zum Urlaub machen. Man sieht es auch das es eine Urlaubsgegend ist. Inmitten der riesigen Obstplantagen und den teilweise künstlich angelegten Bewässerungsseen liegen Lodges, eine schöner als die Andere. Das Tal durch das wir fahren ist wirklich schön. Ein richtiger Augenschmaus nach dem sandigen Braun der letzten Tage.Deshalb halten wir auch mehrmals an um uns umzuschauen. Ossi überlegt schon ob er und Biggi nicht doch einmal hier Urlaub machen sollten. Für uns wäre das nichts, denn länger als 3 Tage an einem Ort halten wir sowieso nicht aus. So gegen 13.00 Uhr nähern wir uns langsam Lamberts Bay unserem heutigen Tagesziel und der letzten Nacht im Wohnmobil. Bevor im Lamberts Bay Caravan Park einchecken, der übrigens direkt am Ortrand (ca. 10 min zu Fuss in die Ortsmitte) und natürlich am Atlantik liegt, machen wir eine “Stadtrundfahrt” durch den kleinen Fischerort der ca. 3400 - 3600 Einwohner hat. Nach dieser Rundfahrt fuhren wir zum Parkplatz von Bird Island, einer ca. 100 m vorgelagerten Insel auf der sich Tausende von Kaptölpeln und andere Gefiederte niedergelassen haben. (Für Einzelheiten einfach H I E R klicken). Es ist schon faszinierend dieses Schauspiel zu beobachten. Glück hatten wir was den Gestank bedraf, der Wind kam von Land. Nachdem wir uns reichlich informiert hatten wurde es Zeit das wir zum Campground fuhren. Dort angekommen ging es gleich ans packen des Gepäcks, denn morgen war die Reise mit dem Wohnmobil für uns zu Ende und wir mussten unsere Fze in Kapstadt abgeben. Beim Briefing wurden dann noch zwei Gruppenbilder gemacht, es kam schon ein klein wenig Abschiedsstimmung auf. Die war aber schnell verflogen als wir alle zusammen in den Ort zum Lobster essen gingen. Dafür ist übrigends das Städtchen auch bekannt, für seine fangfrisch auf den Teller kommenden Lobster und diese in allen Variationen. Sogar ein Lobsterfestival wird im November hier gefeiert. Wir ließen es uns auf alle Fälle schmecken, genauso den Wein den wir dazu getrunken haben. Deshalb war es auch etwas später als wir zum Campground gingen und da es wieder sehr kalt war an diesem Abend, sind wir gleich schlafen gegangen
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